Kräutertee

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2026 · 09:00 CET

Kräutertees sind streng genommen keine echten Tees, sondern Aufgüsse aus Blättern, Blüten, Samen oder Wurzeln verschiedener Pflanzen. Sie enthalten kein Koffein und bieten eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen – von mild-blumig über frisch-minzig bis herb-würzig.

Kamillentee
Kamillentee

Mild-blumig mit sanftem Aroma

Pfefferminztee
Pfefferminztee

Erfrischend mit kühlendem Geschmack

Fencheltee
Fencheltee

Süßlich mit Anisnote

Salbeitee
Salbeitee

Würzig-herb und aromatisch

Melissentee
Melissentee

Zitronig-mild und sanft

Ingwertee
Ingwertee

Scharf-würzig und wärmend

Hibiskustee
Hibiskustee

Fruchtig-säuerlich und erfrischend

Brennnesseltee
Brennnesseltee

Kräftig-herb mit grüner Note

Löwenzahntee
Löwenzahntee

Herb mit erdiger Note

Thymiantee
Thymiantee

Würzig-aromatisch

Lavendeltee
Lavendeltee

Blumig und dezent süß

Rosmarintee
Rosmarintee

Aromatisch und harzig

Kümmeltee
Kümmeltee

Würzig mit charakteristischem Aroma

Anistee
Anistee

Süßlich-würzig mit Lakritzgeschmack

Hagebuttentee
Hagebuttentee

Fruchtig-säuerlich und rot

Kräutertee – Sorten, Wirkung und Verwendung

Kräutertee bezeichnet Aufgussgetränke, die aus verschiedenen Pflanzenteilen wie Blättern, Blüten, Wurzeln, Rinden oder Samen hergestellt werden. Im Gegensatz zu echtem Tee, der ausschließlich aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen wird, stammen Kräutertees aus einer Vielzahl von Pflanzen. Diese Vielfalt spiegelt sich in einem breiten Spektrum an Geschmacksrichtungen und Aromen wider.

Ein wesentlicher Vorteil von Kräutertee ist seine natürliche Koffeinfreiheit. Dadurch eignet er sich für den Genuss zu jeder Tageszeit – auch am Abend vor dem Schlafengehen. Die Zubereitung ist unkompliziert: Die meisten Kräutertees werden mit kochendem Wasser übergossen und ziehen je nach Sorte zwischen 5 und 10 Minuten.

In vielen Kulturen haben Kräutertees eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurden Aufgüsse aus Pflanzen zubereitet. Heute sind Kräutertees weltweit beliebt und werden sowohl pur als auch in Mischungen genossen. Die Qualität variiert je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Verarbeitung erheblich.

Was ist Kräutertee?

Kräutertee ist streng genommen kein echter Tee. Während grüner Tee und schwarzer Tee aus den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen werden, handelt es sich bei Kräutertees um Aufgüsse aus anderen Pflanzenteilen. Diese botanische Unterscheidung ist wichtig, auch wenn im Alltag alle Heißgetränke oft als „Tee" bezeichnet werden.

Für Kräutertee werden verschiedene Pflanzenbestandteile verwendet: Blätter (wie bei Pfefferminze oder Melisse), Blüten (wie bei Kamille oder Lavendel), Samen (wie bei Fenchel oder Anis), Wurzeln (wie bei Ingwer oder Löwenzahn) und sogar Rinden. Diese Vielfalt macht Kräutertees zu einer besonders abwechslungsreichen Getränkekategorie.

Im Gegensatz zu echtem Tee enthält Kräutertee von Natur aus kein Koffein. Das macht ihn zu einer idealen Wahl für alle, die auch am Abend noch ein warmes Getränk genießen möchten, ohne ihren Schlaf zu beeinträchtigen. Mehr zur richtigen Zubereitung findest du in unserem Ratgeber zur Teezubereitung.

Beliebte Kräutertee-Sorten im Überblick

Kamillentee gehört zu den bekanntesten Kräutertees und überzeugt mit seinem mild-blumigen Aroma. Er wird traditionell am Abend getrunken.

Pfefferminztee erfrischt mit seinem charakteristisch kühlen Geschmack und ist besonders an warmen Tagen beliebt.

Fencheltee hat ein süßlich-anisartiges Aroma und wird häufig nach dem Essen genossen.

Ingwertee besticht durch seine angenehme Schärfe und sein würziges Aroma – ideal für die kalte Jahreszeit.

Melissentee bietet ein zitronig-mildes Geschmackserlebnis und wird gerne abends getrunken.

Salbeitee ist kräftig-herb mit einer grünen Note und wird oft als wohltuender Getränk verwendet.

Brennnesseltee hat eine kräftig-herbe und grüne Note und wird traditionell als erfrischendes Getränk getrunken.

Löwenzahntee hat eine herbe und erdige Note und wird gerne als sanfter Start in den Tag getrunken.

Thymiantee ist würzig-aromatisch und wird oft als wohltuender Getränk am Nachmittag genossen.

Lavendeltee hat ein blumiges und dezent süßes Aroma und wird gerne als erfrischendes Getränk am Abend getrunken.

Rosmarintee ist aromatisch und harzig und wird gerne als würziges Getränk genossen.

Anistee hat einen süßlich-würzigen Geschmack mit Lakritzgeschmack und wird gerne als erfrischendes Getränk getrunken.

Zitronenmelissentee hat einen zitrusartigen und milden Geschmack und wird gerne als erfrischendes Getränk im Sommer getrunken.

Verwendung im Alltag

Kräutertees sind vielseitig einsetzbar. Sie werden morgens als sanfter Start in den Tag getrunken, am Nachmittag als Pause vom Alltag und am Abend als wohltuender Ausklang. Anders als koffeinhaltige Getränke beeinflussen sie den Schlaf nicht negativ.

Viele Kräutertees lassen sich auch kalt genießen. Dafür den Tee einfach länger ziehen lassen, abkühlen und mit Eiswürfeln servieren. Besonders erfrischend sind kalte Pfefferminz- oder Hibiskustees im Sommer.

Passendes Zubehör für Kräutertee

Hinweis: Die folgenden Empfehlungen enthalten Affiliate-Links. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Glas-Teekanne mit Siebeinsatz

Glas-Teekanne mit Siebeinsatz

Ideal für Kräutertees – beobachte die Farbe beim Ziehen

Produkt ansehen
Keramik-Teetassen Set

Keramik-Teetassen Set

Handgefertigte Tassen für den perfekten Teegenuss

Produkt ansehen

Ist Kräutertee gesund?

Die Frage „Ist Kräutertee gesund?" lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Eigenschaften stark von der jeweiligen Sorte abhängen. Jede Pflanze bringt ihre eigenen Inhaltsstoffe mit – von ätherischen Ölen über Flavonoide bis hin zu Bitterstoffen. Was Kräutertees generell auszeichnet: Sie sind natürlich koffeinfrei und kalorienarm.

Traditionell werden bestimmte Kräutertees zu bestimmten Anlässen getrunken: Kamillentee am Abend, Pfefferminztee nach dem Essen, Ingwertee in der kalten Jahreszeit. Diese Verwendungen basieren auf Erfahrungswissen und kultureller Überlieferung.

Wichtig ist: Kräutertees sind Genussmittel und keine Medizin. Bei gesundheitlichen Beschwerden solltest du immer einen Arzt konsultieren. Mehr dazu in unserem medizinischen Hinweis.

Kräutertee Wirkung – was bewirken verschiedene Kräuter?

Die Wirkung von Kräutertee variiert je nach verwendeter Pflanze. In der Volksmedizin und traditionellen Anwendung werden bestimmten Kräutern bestimmte Eigenschaften zugeschrieben – wobei diese Überlieferungen keine medizinischen Versprechen darstellen.

Beruhigende Richtung: Kräuter wie Kamille, Melisse und Lavendel werden traditionell am Abend getrunken. Mehr dazu unter beruhigende Tees.

Erfrischende Richtung: Pfefferminze und Zitronenmelisse werden gerne als belebende Getränke im Alltag genossen. Entdecke mehr unter anregende Tees.

Wärmende Richtung: Ingwer und Thymian werden besonders in der kalten Jahreszeit geschätzt. Siehe auch wärmende Tees.

Kräutertee in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

Das Thema Kräutertee in der Schwangerschaft erfordert besondere Vorsicht. Während einige Kräutertees als unbedenklich gelten, sollten andere in dieser Zeit gemieden oder nur in Maßen getrunken werden. Die Empfehlungen können je nach Quelle variieren.

Als generell unbedenklich gelten oft: Pfefferminztee (in Maßen), Ingwertee (besonders bei Übelkeit) und Früchtetees ohne Zusätze.

Mit Vorsicht zu genießen sind Kräuter wie Salbei, Thymian, Brennnessel oder Rosmarin, da sie in größeren Mengen Auswirkungen haben können. Bei Unsicherheit solltest du immer Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme halten.

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung in der Schwangerschaft wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal. Lies auch unseren medizinischen Hinweis.

Kräutertee selber machen – einfach & natürlich

Kräutertee selber machen ist einfacher als gedacht und bietet die Möglichkeit, frische oder selbst getrocknete Kräuter zu verwenden. Ob aus dem eigenen Garten, vom Balkon oder von der Fensterbank – selbst gemachter Kräutertee ist besonders aromatisch.

Sammeln: Kräuter am besten morgens nach dem Abtrocknen des Taus ernten. Verwende nur Pflanzen, die du sicher identifizieren kannst und die nicht mit Pestiziden behandelt wurden.

Trocknen: Kräuter locker zusammenbinden und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Alternativ können sie auf einem Gitter ausgebreitet werden. Die Trocknungszeit beträgt je nach Kraut 1-2 Wochen.

Mischen: Getrocknete Kräuter können pur verwendet oder zu individuellen Mischungen kombiniert werden. Beliebte Kombinationen sind zum Beispiel Kamille mit Lavendel oder Pfefferminze mit Melisse.

Mehr Tipps zur Zubereitung findest du in unserem Ratgeber zur Teezubereitung.

Häufige Fragen zu Kräutertee

Ist Kräutertee koffeinfrei?

Ja, klassische Kräutertees wie Kamille, Pfefferminze oder Fenchel enthalten von Natur aus kein Koffein. Ausnahmen bilden Mischungen mit Mate oder Guarana.

Wie oft kann man Kräutertee trinken?

Die meisten Kräutertees können täglich in moderaten Mengen genossen werden. Bei bestimmten Kräutern wie Salbei oder Brennnessel empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Auswahl.

Wie sollte man Kräutertee lagern?

Kräutertee sollte kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Dose oder ein verschließbares Glas eignet sich am besten.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei Kräutertee?

Ja, die Qualität variiert stark. Bio-Kräutertees und lose Qualität bieten oft ein intensiveres Aroma als einfache Teebeutel aus dem Supermarkt.

Weitere Teekategorien

Mehr entdecken: Tee nach Wirkung · Tee richtig zubereiten