Löwenzahntee: Das vielseitige Wildkraut als wohltuender Tee

Kräutertee
Koffeinfrei
Herb-bitter
8-10 Min.
100°C
Anna Weber
Geschrieben von: Anna Weber
Redakteurin – Tee & Alltag
Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2025 · 00:00 CET
Löwenzahntee in einer rustikalen Tasse mit Löwenzahnblüten

Löwenzahntee wird aus den Blättern, Blüten oder Wurzeln des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum officinale) zubereitet. Das oft als Unkraut betrachtete Wildkraut ist tatsächlich eine wertvolle Heilpflanze mit langer Tradition. Der Tee hat einen charakteristisch herb-bitteren Geschmack und gehört zu den beliebtesten Detox-Tees für Frühjahrskuren.

Was ist Löwenzahntee?

Löwenzahntee kann aus verschiedenen Teilen der Pflanze zubereitet werden: Die Blätter ergeben einen milderen, grasig-bitteren Tee, während die gerösteten Wurzeln einen kräftigen, kaffeeähnlichen Aufguss liefern.

Der Löwenzahn enthält Bitterstoffe (Taraxacin), Inulin, Kalium und weitere wertvolle Inhaltsstoffe. In der Volksmedizin wird er traditionell zur Unterstützung der Verdauung und als Frühjahrskur eingesetzt.

Löwenzahnpflanze mit gelber Blüte auf einer Wiese

Herkunft & Sammlung

Der Löwenzahn ist in ganz Europa, Asien und Nordamerika heimisch und wächst auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten. Für Tee werden die jungen Blätter im Frühjahr geerntet, während die Wurzeln am besten im Herbst ausgegraben werden, wenn sie die meisten Inhaltsstoffe enthalten.

Löwenzahnfeld im Frühling
Getrocknete Löwenzahnwurzel

Geschmack & Aroma

Löwenzahntee hat je nach verwendetem Pflanzenteil unterschiedliche Geschmacksprofile:

  • Blättertee: Mild-bitter, grasig-frisch mit erdigen Noten
  • Wurzeltee: Intensiv herb-bitter, nussig und erdig
  • Geröstete Wurzel: Kaffeeähnlich, malzig mit Karamellnoten
  • Blütentee: Mild, leicht süßlich mit honigartigen Noten

Löwenzahntee harmoniert gut mit Honig, um die Bitterkeit zu mildern. Er lässt sich auch gut mit Brennnesseltee oder Pfefferminztee kombinieren.

Zubereitung von Löwenzahntee

Klassische Zubereitung

  • 1-2 Teelöffel getrocknete Blätter oder Wurzel in eine Tasse geben
  • Mit kochendem Wasser (100°C) übergießen
  • 8-10 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und nach Belieben mit Honig süßen

Wurzeltee kann auch kurz aufgekocht werden für intensiveren Geschmack

Häufige Fehler bei der Zubereitung

  • Zu kurze Ziehzeit: Löwenzahntee braucht mindestens 8 Minuten, um seine Bitterstoffe freizusetzen.
  • Falsche Pflanzenteile: Für milden Tee Blätter, für intensiven Tee Wurzeln verwenden.
  • Sammlung am falschen Ort: Nur an unbelasteten Standorten sammeln, nie an Straßenrändern.
  • Zu viel auf einmal: Mit einer Tasse täglich beginnen und langsam steigern.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen dienen nur zur allgemeinen Information. Bei Gallenproblemen oder der Einnahme von Medikamenten vorher einen Arzt konsultieren. Mehr in unserem medizinischen Hinweis.

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Häufige Fragen zu Löwenzahntee

Wie schmeckt Löwenzahntee?

Löwenzahntee hat einen herb-bitteren Geschmack mit erdigen Noten. Die Blätter schmecken milder und grasiger, während die Wurzel intensiver und nussiger ist.

Welcher Teil der Pflanze wird für Tee verwendet?

Sowohl Blätter als auch Wurzeln können für Tee verwendet werden. Blätter werden meist frisch oder getrocknet aufgebrüht, Wurzeln oft geröstet als Kaffee-Ersatz.

Ist Löwenzahntee koffeinfrei?

Ja, Löwenzahntee ist von Natur aus koffeinfrei und kann zu jeder Tageszeit getrunken werden.

Wann sollte man Löwenzahntee trinken?

Löwenzahntee wird traditionell vor den Mahlzeiten getrunken, um die Verdauung anzuregen. Er eignet sich auch gut als Bestandteil einer Frühjahrskur.

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