Brennnesseltee: Die unterschätzte Heilpflanze als wohltuender Tee

Brennnesseltee wird aus den getrockneten Blättern der Großen Brennnessel (Urtica dioica) zubereitet. Das oft als Unkraut verschmähte Wildkraut ist tatsächlich eine der mineralstoffreichsten Pflanzen überhaupt und wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin geschätzt. Der Tee hat einen herb-frischen, leicht grasigen Geschmack und gehört zu den beliebtesten Detox-Tees.
Was ist Brennnesseltee?
Brennnesseltee wird aus den Blättern der Brennnessel gewonnen, einer mehrjährigen Pflanze, die in ganz Europa heimisch ist. Die Pflanze ist bekannt für ihre Brennhaare, die bei Berührung einen brennenden Schmerz verursachen - beim Trocknen oder Übergießen mit heißem Wasser werden diese jedoch unschädlich.
Die Brennnessel enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium, Kieselsäure und Vitamin C. In der traditionellen Kräuterheilkunde wird sie zur Unterstützung der Nierenfunktion und als Frühjahrskur eingesetzt.

Herkunft & Sammlung
Die Brennnessel wächst wild in ganz Europa, Asien und Nordamerika. Sie bevorzugt nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden und findet sich häufig an Waldrändern, in Gärten und auf Brachflächen. Für Tee werden die jungen Blätter und Triebspitzen geerntet - idealerweise im Frühjahr vor der Blüte.


Geschmack & Aroma
Brennnesseltee hat ein charakteristisches, erdiges Aroma mit frischen Noten:
- Grundgeschmack: Herb-frisch mit grasigen Noten
- Untertöne: Leicht erdig, an Spinat erinnernd
- Aroma: Grün, krautig und naturbelassen
- Nachgeschmack: Mild herb, leicht mineralisch
Brennnesseltee harmoniert gut mit Zitrone oder Minze und kann auch als Basis für Kräuterteemischungen verwendet werden.
Zubereitung von Brennnesseltee
Klassische Zubereitung
- •2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter in eine Tasse geben
- •Mit kochendem Wasser (100°C) übergießen
- •5-10 Minuten ziehen lassen
- •Abseihen und nach Belieben mit Zitrone verfeinern
⚠Für einen milderen Geschmack kürzer ziehen lassen. Frische Blätter: Eine Handvoll pro Tasse verwenden.
Häufige Fehler bei der Zubereitung
- Zu lange Ziehzeit: Bei mehr als 10 Minuten wird der Tee bitter und zu intensiv.
- Alte Blätter: Getrocknete Brennnessel verliert nach einem Jahr an Aroma und Wirkstoffen.
- Falsche Lagerung: Brennnesseltee sollte dunkel und trocken gelagert werden.
- Zu wenig Tee: Für einen aromatischen Aufguss mindestens 2 TL pro Tasse verwenden.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen dienen nur zur allgemeinen Information. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an einen Arzt. Mehr in unserem medizinischen Hinweis.
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Häufige Fragen zu Brennnesseltee
Wie lange sollte Brennnesseltee ziehen?
Brennnesseltee sollte 5-10 Minuten ziehen. Bei kürzerer Ziehzeit ist der Geschmack milder, bei längerer Ziehzeit wird er intensiver und leicht herb.
Ist Brennnesseltee koffeinfrei?
Ja, Brennnesseltee ist von Natur aus koffeinfrei und kann daher zu jeder Tageszeit getrunken werden.
Kann man Brennnesseltee aus frischen Brennnesseln machen?
Ja, frische Brennnesselblätter eignen sich hervorragend für Tee. Beim Übergießen mit kochendem Wasser verlieren die Brennhaare ihre Wirkung. Etwa eine Handvoll frische Blätter pro Tasse verwenden.
Wie oft darf man Brennnesseltee trinken?
Brennnesseltee kann täglich getrunken werden. Als Kur empfehlen Kräuterexperten 2-3 Tassen pro Tag über einen Zeitraum von 4-6 Wochen, gefolgt von einer Pause.