Pfefferminztee: Geschmack, Zubereitung, Eigenschaften & Tipps

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2026 · 10:30 CET

Pfefferminztee zählt zu den beliebtesten Kräutertees weltweit. Sein intensives, kühlendes Aroma und der erfrischende Geschmack machen ihn zu einem zeitlosen Klassiker, der sowohl warm als auch kalt genossen werden kann.

Koffeinfrei
intensiv-frisch
5-10 Min
100°C
Pfefferminztee in Glastasse mit frischen Minzblättern

Was ist Pfefferminztee?

Pfefferminztee wird aus den getrockneten Blättern der Pfefferminze (Mentha × piperita) hergestellt. Die Pfefferminze ist eine natürliche Kreuzung aus Wasserminze und grüner Minze und wurde erstmals im 17. Jahrhundert in England kultiviert.

Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und zeichnet sich durch ihren hohen Mentholgehalt aus, der für das charakteristische Kühlgefühl verantwortlich ist. Als Kräutertee enthält Pfefferminztee kein Koffein, da er nicht aus der Teepflanze (Camellia sinensis) gewonnen wird.

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Frische Pfefferminzblätter

Herkunft & Anbau

Die Pfefferminze wächst traditionell in Europa und Nordamerika. Heute wird sie für die Teeproduktion hauptsächlich in Deutschland, den USA, Marokko und Indien angebaut. Die Pflanze bevorzugt feuchte, halbschattige Standorte und kann bis zu 90 Zentimeter hoch werden.

Die Ernte erfolgt kurz vor der Blütezeit, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Die Blätter werden anschließend schonend getrocknet, um das charakteristische Aroma zu bewahren. Qualitativ hochwertiger Pfefferminztee besteht aus ganzen Blättern ohne Stängel.

Pfefferminzfeld bei der Ernte
Getrocknete Pfefferminzblätter

Geschmack & Aroma

Pfefferminztee zeichnet sich durch seinen intensiv-frischen, leicht scharfen Geschmack aus. Das enthaltene Menthol sorgt für das typische Kühlgefühl auf der Zunge und im Rachen. Das Aroma ist klar, würzig und unmittelbar erkennbar – ein Duft, der sofort an Frische und Klarheit erinnert.

Je nach Qualität und Herkunft kann der Geschmack von mild-süßlich bis kräftig-herb variieren. Frische Pfefferminzblätter ergeben einen besonders aromatischen Aufguss, während getrocknete Blätter einen etwas sanfteren Charakter aufweisen. Die Tassenfarbe ist ein klares, leuchtendes Gelbgrün.

Weitere Informationen zur traditionellen Verwendung von Tees findest du in unserem Ratgeber.

Pfefferminztee richtig zubereiten

Klassische Zubereitung

  • 1–2 TL getrocknete Pfefferminzblätter oder 4–5 frische Blätter pro Tasse
  • Mit kochendem Wasser (100°C) übergießen
  • 5–10 Minuten abgedeckt ziehen lassen
  • Abgedeckt ziehen, damit die ätherischen Öle nicht entweichen

Mehr Tipps findest du im Ratgeber zur Teezubereitung und zur optimalen Wassertemperatur.

Häufige Fehler bei der Zubereitung

  • Nicht abgedeckt ziehen lassen – ätherische Öle entweichen
  • Zu kurze Ziehzeit – Aroma entwickelt sich nicht vollständig
  • Zu viel Tee verwendet – kann sehr intensiv werden
  • Falsche Lagerung – Aroma verflüchtigt sich bei offenem Behälter
  • Minderwertige Qualität – Stängel statt reine Blätter

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange sollte Pfefferminztee ziehen?

Pfefferminztee sollte 5–10 Minuten ziehen, je nach gewünschter Intensität. Längere Ziehzeiten ergeben einen kräftigeren Geschmack.

Ist Pfefferminztee koffeinfrei?

Ja, Pfefferminztee ist von Natur aus koffeinfrei und eignet sich daher auch für den Abend oder für Kinder.

Kann man Pfefferminztee kalt trinken?

Ja, Pfefferminztee schmeckt auch als Eistee hervorragend. Den Tee etwas stärker zubereiten, abkühlen lassen und mit Eiswürfeln servieren.

Was ist der Unterschied zwischen Pfefferminze und Spearmint?

Pfefferminze hat einen intensiveren, schärferen Geschmack durch den höheren Mentholgehalt. Spearmint (Grüne Minze) ist milder und süßlicher.

Wie bewahrt man Pfefferminztee am besten auf?

Pfefferminztee sollte dunkel, kühl und luftdicht verschlossen gelagert werden, um das Aroma zu bewahren. So hält er sich etwa 12–18 Monate.