Indischer Tee

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2026 · 13:20 CET

Indien ist nach China der zweitgrößte Teeproduzent der Welt und Heimat einiger der berühmtesten Teesorten überhaupt. Von den nebelverhangenen Hängen Darjeelings bis zu den üppigen Tälern Assams – indischer Tee bietet eine unvergleichliche Vielfalt an Geschmacksprofilen, von kräftig-malzig bis blumig-elegant.

Was ist Indischer Tee?

Indischer Tee bezeichnet Teesorten, die in den verschiedenen Anbauregionen Indiens kultiviert werden. Die bekanntesten Regionen sind Assam im Nordosten, Darjeeling im Himalaya-Vorgebirge und Nilgiri in den Blauen Bergen Südindiens.

Die Teekultur kam im 19. Jahrhundert durch die Briten nach Indien, die eine Alternative zum chinesischen Tee suchten. Heute ist Tee tief in der indischen Kultur verwurzelt – vom Straßenverkäufer-Chai bis zum edlen First Flush aus Darjeeling.

Anders als in China, wo verschiedene Teesorten hergestellt werden, konzentriert sich Indien hauptsächlich auf Schwarztee. Nur in Darjeeling werden auch grüne und weiße Tees produziert.

Beliebte Indische Teesorten im Überblick

Assam

Kräftig-malzig aus Nordostindien

Darjeeling

Der Champagner unter den Tees

Nilgiri

Aromatisch aus den Blauen Bergen

Masala Chai

Würziger Gewürztee mit Milch

Sikkim

Selten und edel aus dem Himalaya

Kangra

Milder Tee aus Himachal Pradesh

Die wichtigsten Anbaugebiete

Assam

Das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt liegt im Brahmaputra-Tal. Assam-Tee ist bekannt für seinen kräftigen, malzigen Geschmack und bildet die Basis vieler Frühstückstee-Mischungen wie English Breakfast.

Darjeeling

In Höhenlagen von 600-2000 Metern wächst der „Champagner unter den Tees". Die kühle Bergluft und die steilen Hänge erzeugen einen einzigartigen, blumig-muskatellartigen Geschmack. Besonders begehrt: First Flush im Frühjahr.

Nilgiri

In den Blauen Bergen Südindiens gedeiht ein aromatischer, spritziger Tee. Nilgiri-Tee ist weniger bekannt als Assam oder Darjeeling, aber geschätzt für seinen ausgewogenen, leicht fruchtigen Charakter.

Masala Chai – das Nationalgetränk Indiens

Kein Tee ist so eng mit der indischen Kultur verbunden wie Masala Chai. Dieser würzige Gewürztee wird mit Milch und Zucker gekocht und von Chai-Wallahs an jeder Straßenecke verkauft.

Die typischen Gewürze sind Kardamom, Zimt, Ingwer, Nelken und schwarzer Pfeffer – die genaue Mischung variiert je nach Region und Familie. Als Basis dient meist ein kräftiger Assam-Tee, der den Gewürzen standhält.

Mehr zur Zubereitung findest du in unserem Zubereitungs-Ratgeber.

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Häufige Fragen zu Indischem Tee

Was macht indischen Tee besonders?

Indien ist der zweitgrößte Teeproduzent der Welt. Die besonderen klimatischen Bedingungen in Regionen wie Assam und Darjeeling erzeugen unverwechselbare Geschmacksprofile – von kräftig-malzig bis blumig-fein.

Was ist der Unterschied zwischen Assam und Darjeeling?

Assam-Tee ist kräftig, malzig und vollmundig – ideal für English Breakfast. Darjeeling ist feiner, blumiger und wird oft als „Champagner unter den Tees" bezeichnet.

Wie wird Masala Chai zubereitet?

Traditioneller Masala Chai wird mit schwarzem Tee, Milch, Zucker und Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Ingwer und Nelken gekocht. Die Zutaten werden zusammen aufgekocht und dann abgeseiht.

Enthält indischer Tee Koffein?

Ja, alle indischen Schwarztees wie Assam und Darjeeling enthalten Koffein. Der Koffeingehalt liegt bei etwa 40-70mg pro Tasse.

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