Chinesischer Tee

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2025 · 00:00 CET

China ist das Ursprungsland des Tees und Heimat einer jahrtausendealten Teekultur. Von den nebelverhangenen Bergen Fujians bis zu den Teegärten Yunnans entstehen hier die vielfältigsten Teesorten der Welt – von zartem Weißtee über komplexe Oolongs bis zu gereiftem Pu-Erh.

Longjing (Drachenbrunnentee)

Edle Grüntee-Rarität aus Hangzhou

Pu-Erh Tee

Gereifter Tee mit erdigen Noten

Tie Guan Yin

Blumiger Oolong aus Fujian

Lapsang Souchong

Rauchiger Schwarztee aus Wuyi

Keemun

Milder Schwarztee mit Orchideenaroma

Gunpowder

Kräftig gerollter Grüntee

Weißer Tee Bai Mu Dan

Sanft und floral mit Honigsüße

Da Hong Pao

Legendärer Felsen-Oolong

Jasmin Tee

Grüntee mit Jasminblüten parfümiert

Yunnan Gold

Malziger Schwarztee mit goldenen Spitzen

Was ist Chinesischer Tee?

Chinesischer Tee umfasst alle Teesorten, die in China angebaut und nach traditionellen Methoden verarbeitet werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Teeländern produziert China alle sechs Teearten: Grüntee, Weißtee, Gelbtee, Oolong, Schwarztee (in China „Roter Tee" genannt) und den einzigartigen Pu-Erh.

Die chinesische Teekultur reicht über 5.000 Jahre zurück und hat die Art, wie wir Tee genießen, weltweit geprägt. Von der legendären Entdeckung des Tees durch Kaiser Shen Nung bis zur heutigen Gongfu-Zeremonie – China ist das Herz der Teewelt.

Berühmte Anbaugebiete wie Hangzhou für Longjing, die Wuyi-Berge für Da Hong Pao und Yunnan für Pu-Erh haben einzigartige Terroirs, die den Charakter jedes Tees prägen.

Beliebte Chinesische Teesorten im Überblick

Longjing (Drachenbrunnentee) ist Chinas berühmtester Grüntee mit nussig-süßem Aroma. Tie Guan Yin zählt zu den edelsten Oolongs mit blumig-cremigem Charakter.

Für Liebhaber intensiver Aromen bietet Lapsang Souchong einzigartigen Rauchgeschmack, während Pu-Erh mit seinen erdigen Noten ein Sammlerstück für Teekenner ist.

Die Kunst der chinesischen Teezubereitung

Die traditionelle Gongfu-Zeremonie ist die höchste Form der chinesischen Teekunst. Mit kleinen Yixing-Tonkannen, kurzen Ziehzeiten und mehrfachen Aufgüssen wird das volle Aroma der Blätter entfaltet.

Für den Alltag gilt: Chinesische Grüntees bei 70-80°C, Oolongs bei 85-95°C und Schwarztees bei 90-95°C aufbrühen. Die meisten chinesischen Tees vertragen mehrere Aufgüsse – oft entfaltet sich das beste Aroma erst beim zweiten oder dritten Aufguss.

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Häufige Fragen zu Chinesischem Tee

Was macht chinesischen Tee besonders?

China ist das Ursprungsland des Tees mit über 5.000 Jahren Teekultur. Chinesische Tees zeichnen sich durch traditionelle Anbaumethoden, handwerkliche Verarbeitung und eine enorme Vielfalt von Grün-, Weiß-, Oolong- bis Pu-Erh-Tees aus.

Wie bereitet man chinesischen Tee richtig zu?

Die traditionelle Gongfu-Methode verwendet kleine Gefäße, viele Blätter und kurze Ziehzeiten von 10-30 Sekunden für mehrere Aufgüsse. Für den Alltag: 2-3g Tee auf 200ml Wasser, 70-90°C je nach Teesorte, 1-3 Minuten ziehen lassen.

Welcher chinesische Tee ist für Einsteiger geeignet?

Jasmin Tee ist mit seinem blumigen Aroma ein sanfter Einstieg. Longjing (Drachenbrunnentee) bietet einen klassischen, mild-nussigen Geschmack. Für Schwarztee-Fans eignet sich Keemun mit seinem weichen, orchideenartigen Aroma.

Was ist der Unterschied zwischen Pu-Erh und anderen Tees?

Pu-Erh ist ein post-fermentierter Tee aus der Provinz Yunnan, der über Jahre oder Jahrzehnte reifen kann. Er entwickelt dabei erdige, holzige Aromen und wird in China als Verdauungstee geschätzt. Im Gegensatz zu anderen Tees gewinnt er mit dem Alter an Wert.

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