Gunpowder Tee: Der kräftige Kugelrollte

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 6. Januar 2025 · 00:00 CET

Gunpowder ist ein chinesischer Grüntee, dessen Name von seiner charakteristischen Form stammt: Die Teeblätter werden zu kleinen, festen Kügelchen gerollt, die an Schießpulver erinnern. Diese Verarbeitung sorgt für eine lange Haltbarkeit und einen kräftigen, leicht rauchigen Geschmack.

Die besondere Verarbeitung

Die Teeblätter werden nach der Ernte in der Pfanne geröstet (im Gegensatz zur japanischen Dämpfmethode) und anschließend von Hand oder maschinell zu kleinen Kugeln gerollt. Je kleiner und fester die Kugeln, desto hochwertiger gilt der Tee. Beim Aufbrühen entfalten sich die Blätter und geben ihren Geschmack frei.

Geschmack & Aroma

Gunpowder hat einen kräftigeren, herberen Geschmack als die meisten japanischen Grüntees wie Sencha. Das Rösten in der Pfanne verleiht ihm dezente rauchige Noten.

  • Kräftig und vollmundig
  • Leicht rauchige, nussige Noten
  • Angenehme Herbe ohne starke Bitterkeit
  • Goldgelbe bis grüne Tassenfarbe

Zubereitung

  • Menge: 1 TL (ca. 2-3g) pro 200ml
  • Temperatur: 70-80°C
  • Ziehzeit: 2-3 Minuten
  • Aufgüsse: 2-3 möglich

Gunpowder verträgt etwas höhere Temperaturen als feinere japanische Grüntees. Mehr dazu im Temperatur-Ratgeber.

Verwendung

Gunpowder ist die traditionelle Basis für marokkanischen Minztee. Dafür wird er mit frischer Minze und viel Zucker aufgegossen – ein erfrischendes Getränk, das in Nordafrika zu jeder Tageszeit genossen wird.

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