Welcher Tee ist schleimlösend? Die besten Kräuter im Überblick

Dr. Lukas Reinhardt
Geschrieben von: Dr. Lukas Reinhardt
Redakteur für Teewissen & wissenschaftlichen Kontext
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2025 · 00:00 CET

Bei Erkältungen mit verschleimten Atemwegen kann es hilfreich sein, den Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Bestimmte Kräutertees werden traditionell bei Atemwegsbeschwerden mit Schleimbildung getrunken. Sie enthalten ätherische Öle und andere Inhaltsstoffe, die als schleimlösend gelten. Dieser Ratgeber stellt dir die beliebtesten Teesorten vor und erklärt, wie du sie optimal zubereitest.

Wie wirken schleimlösende Tees?

Die ätherischen Öle bestimmter Kräuter können die Bronchien anregen und die Verflüssigung von festsitzendem Schleim unterstützen. Durch das Trinken warmer Flüssigkeit wird zusätzlich die Durchblutung gefördert und die Schleimhäute befeuchtet. Das Inhalieren des heißen Teedampfes kann ebenfalls wohltuend sein und die Atemwege befeuchten.

Die besten schleimlösenden Teesorten

Thymiantee

Thymiantee ist der Klassiker unter den schleimlösenden Tees. Das ätherische Thymianöl (Thymol) wird traditionell bei Husten und Bronchitis eingesetzt. Der Geschmack ist würzig-herb mit einer leichten Schärfe. Thymian ist Bestandteil vieler Hustentees und -säfte.

Anis-Fenchel-Tee

Die Kombination aus Fenchel und Anis ist bei verschleimten Atemwegen sehr beliebt. Beide Kräuter enthalten ätherische Öle, die traditionell als schleimlösend gelten. Der Geschmack ist süßlich-würzig mit einer anisartigen Note. Diese Teemischung ist auch für Kinder geeignet.

Eukalyptustee

Eukalyptusblätter enthalten das bekannte Eukalyptusöl, das in vielen Erkältungsmitteln verwendet wird. Der Tee hat einen frischen, leicht mentholartigen Geschmack und kann die Atemwege öffnen. Eukalyptustee wird oft mit anderen Kräutern wie Thymian oder Salbei kombiniert.

Ingwertee

Ingwertee wärmt von innen und wird bei Erkältungsbeschwerden häufig getrunken. Die Scharfstoffe des Ingwers können die Durchblutung anregen und das Wohlbefinden steigern. Mit Honig und Zitrone wird Ingwertee zu einem beliebten Hausmittel bei verschleimten Atemwegen.

Teemischungen bei Verschleimung

Im Handel findest du viele fertige „Hustentee" oder „Bronchialtee"-Mischungen. Diese enthalten oft eine Kombination aus Thymian, Anis, Fenchel und anderen Kräutern. Solche Mischungen können praktisch sein, da die Kräuter aufeinander abgestimmt sind. Achte auf Bio-Qualität und möglichst naturbelassene Produkte ohne Zusatzstoffe. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Teequalität.

Inhalieren mit Tee

Neben dem Trinken kannst du auch über dem heißen Tee inhalieren. Der warme Dampf befeuchtet die Atemwege und kann helfen, festsitzenden Schleim zu lösen. Beuge dich vorsichtig über die dampfende Tasse (nicht zu nah, Verbrennungsgefahr!) und atme den Dampf ein. Ein Handtuch über dem Kopf verstärkt die Wirkung. Erfahre mehr über wärmende Tees.

Richtige Zubereitung

Für schleimlösende Tees verwendest du am besten kochendes Wasser (100°C) und lässt den Tee 10-15 Minuten abgedeckt ziehen. So können sich die ätherischen Öle gut entfalten. Der Deckel verhindert, dass die flüchtigen Aromastoffe entweichen. Trinke den Tee warm und in kleinen Schlucken. Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber.

Häufige Fragen zu schleimlösenden Tees

Welcher Tee löst Schleim am besten?

Thymiantee gilt als der Klassiker unter den schleimlösenden Tees. Auch Anis-Fenchel-Tee und Eukalyptustee werden bei verschleimten Atemwegen häufig empfohlen.

Wie viel schleimlösenden Tee am Tag trinken?

3-4 Tassen über den Tag verteilt können wohltuend sein. Trinke den Tee warm und achte darauf, auch genügend Wasser zu trinken.

Hilft Inhalieren mit Tee bei Verschleimung?

Das Inhalieren von warmem Teedampf kann die Atemwege befeuchten und helfen, festsitzenden Schleim zu lösen. Achte auf ausreichend Abstand, um Verbrennungen zu vermeiden.

Sind schleimlösende Tees für Kinder geeignet?

Milde Teemischungen mit Fenchel und Anis sind auch für Kinder geeignet. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte vorher ein Kinderarzt befragt werden.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Atemwegsbeschwerden, Atemnot oder Fieber solltest du einen Arzt aufsuchen. Lies auch unseren medizinischen Hinweis und unsere Informationen zu Heilversprechen.