Anistee

Martin Keller
Geschrieben von: Martin Keller
Teesorten- & Herkunftsspezialist
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2025 · 00:00 CET
Anistee mit Sternanis in einer Tasse

Anistee wird aus den getrockneten Früchten der Anispflanze (Pimpinella anisum) hergestellt und gehört zu den ältesten Gewürz- und Teepflanzen der Welt. Sein charakteristischer süß-würziger Geschmack mit der typischen Lakritz-Note macht ihn zu einem beliebten Aufguss. Anis wird seit der Antike geschätzt und ist ein fester Bestandteil vieler Teemischungen. Der koffeinfreie Tee eignet sich besonders für die kalte Jahreszeit.

Was ist Anistee?

Anistee wird aus den reifen Samen der einjährigen Anispflanze gewonnen. Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler und ist eng mit Fenchel, Kümmel und Dill verwandt. Der charakteristische Geschmack entsteht durch das ätherische Öl Anethol, das bis zu 90% des Samenöls ausmacht.

Nicht zu verwechseln ist der echte Anis mit dem Sternanis, der botanisch einer völlig anderen Pflanzenfamilie angehört. Beide enthalten jedoch Anethol und haben daher einen ähnlichen Geschmack.

Herkunft & Anbau

Die Anispflanze stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten. Bereits die alten Ägypter, Griechen und Römer schätzten Anis als Gewürz und für Aufgüsse. Heute wird Anis vor allem in der Türkei, Ägypten, Spanien und Russland angebaut.

Anis bevorzugt warme, sonnige Standorte und nährstoffreiche Böden. Die Pflanze wird etwa 50 cm hoch und bildet von Juli bis August weiße Doldenblüten. Die Samen reifen im Spätsommer und werden dann geerntet.

Geschmack & Aroma

Anistee besticht durch seinen unverwechselbaren süß-würzigen Geschmack. Die intensive Lakritz-Note ist typisch und wird von vielen als wärmend und wohltuend empfunden. Das Aroma ist süßlich, leicht pfeffrig und hat einen langen Nachgeschmack.

Der Aufguss hat eine goldgelbe Farbe. Der Duft ist intensiv aromatisch und erinnert an Weihnachtsgebäck und mediterrane Küche. Wer den puren Anisgeschmack als zu dominant empfindet, kann ihn mit Fenchel oder Kamille abmildern.

Anistee richtig zubereiten

Klassische Zubereitung

  • 1-2 Teelöffel Anissamen im Mörser leicht anstoßen
  • Mit 250 ml kochendem Wasser (100°C) übergießen
  • 8-10 Minuten zugedeckt ziehen lassen
  • Abseihen und bei Bedarf mit Honig süßen

Häufige Fehler bei der Zubereitung

  • Ganze Samen verwenden: Anissamen sollten vor dem Aufguss leicht angestoßen werden, um die ätherischen Öle freizusetzen.
  • Zu kurze Ziehzeit: Mindestens 8 Minuten sind nötig für ein vollständiges Aroma.
  • Nicht abdecken: Ohne Deckel verfliegen die wertvollen Aromastoffe.
  • Überdosierung: Zu viel Anis kann den Tee bitter und überwältigend machen.
  • Falsche Lagerung: Anissamen sollten dunkel und luftdicht aufbewahrt werden.

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Häufig gestellte Fragen

Wie schmeckt Anistee?

Anistee hat einen süß-würzigen Geschmack mit charakteristischer Lakritz-Note. Er ist aromatisch und hinterlässt einen angenehm wärmenden Nachgeschmack.

Wie bereitet man Anistee zu?

1-2 Teelöffel Anissamen leicht anstoßen, mit 250ml kochendem Wasser übergießen und 8-10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Ist Anistee koffeinfrei?

Ja, Anistee ist komplett koffeinfrei und kann zu jeder Tageszeit getrunken werden.

Was ist der Unterschied zwischen Anis und Sternanis?

Anis und Sternanis sind botanisch nicht verwandt, haben aber einen ähnlichen Geschmack durch den gemeinsamen Aromastoff Anethol. Sternanis stammt aus China und hat eine intensivere Note.

Kann man Anistee mit anderen Kräutern mischen?

Ja, Anis harmoniert besonders gut mit Fenchel und Kümmel. Diese klassische Kombination wird oft als Drei-Samen-Tee bezeichnet.

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